Die Reparaturen sind im vollen Gange

Lieber MyMultiMiner Kunden


Immer mehr Miner werden wieder zum Leben erweckt und können dank den gekauften Ersatzteilen den Betrieb wieder aufnehmen. Bereits in den letzten zwei Monaten konnten 18.5% der Miner online gehen.


Warum meine ich weniger als in den Vormonaten?

Die durchschnittliche Blockfindungszeit im Ethereum-Netzwerk beträgt 13,2 Sekunden. Der Programmcode der Ethereum-Blockchain stellt dies sicher. Je mehr Miner es im Ethereum-Netzwerk gibt und diese dem gesamten Netzwerk ein Mehr an Rechenleistung zur Verfügung stellen, desto höher ist die Difficulty bei der Blockfindung. Eine höhere Difficulty bedeutet, dass das Netzwerk den Minern schwierigere Aufgaben stellt, die sie lösen müssen, um einen Block zu finden. Umgekehrt gilt: je weniger Miner es im Netzwerk gibt, desto einfacher ist diese Suche neuer Blöcke. M.a.W.: Sobald die Anzahl der Miner im Netzwerk steigt, finden sie häufiger Blöcke, auf der anderen Seite erhöht das Netzwerk aber gleichzeitig die Schwierigkeit zur Findung eines neuen Blocks. Dadurch steigt die Hash-Rate, also die Geschwindigkeit, mit der ein Computer die mathematischen Probleme lösen kann, die notwendig ist, um mit Token belohnt zu werden. Normalerweise ist die Situation für Miner umso besser, je höher deren eigene Hash-Rate ist. Dementsprechend ist insbesondere seit Mitte des vergangenen Jahres, seitdem die Hash-Rate des Ethereum-Netzwerks stetig gestiegen ist, die Anzahl der geschürften Token zurückgegangen.

 

Sie können unter etherscan.io einsehen, dass der steigende ETH-Preis der vergangenen Monate zu einem rapiden Zuwachs der ETH-Miner und damit einem Anstieg der Difficulty geführt hat. Dementsprechend waren damit Rückgänge der geschürften ETH-Token bei gleichbleibender Hash-Rate Ihrer Mining-Hardware verbunden.

 

Wie geht es mit den Reparaturen voran?

Alle uns zu Verfügung stehenden Teile sind inzwischen in die Miner verbaut. Sollte dein Miner im ersten Durchgang der Reparaturen nicht dabei gewesen sein, wird er im zweiten oder dritten Durchlauf dabei sein. Wie beim ersten Mal, haben wir Probleme einen Hersteller zu finden, der die gewünschte Menge liefern kann.

 

Ist die Kritik an MyMultiMiner gerechtfertigt?

Wir erklärten jedem Kunden, dass wir aufgrund der damaligen Preisentwicklung den Betrieb nicht mehr profitabel gestalten können, weil unsere Fixkosten zu hoch und nicht durch das bis dahin praktizierte Modell zur Verteilung der Erträge zu decken seien. In Umsetzung der geänderten Vergütungs-Regelung haben in den darauffolgenden zwei Jahren trotz des Aufbaus von Schulden, d.h. trotz völliger Inprofitabilität des Mining-Betriebes, die Mining-Farm am Leben erhalten. Die Mining-Hardware aller Kunden wurde weiter gepflegt und gewartet. Andernfalls hätte die Inprofitabilität zur Folge gehabt, dass wir sämtliche Vertragsbeziehungen zu unseren Kunden hätten ausserordentlich beenden müssen, was seinerseits zur Folge gehabt hätte, dass sämtliche Kunden sich hätten, selbständig um die Rückholung ihrer Mining-Hardware aus Tunesien kümmern müssen.

Viele Kunden wollten von uns schlicht eine gleich wie geartete Performance sehen. Diese haben wir in den schweren 2.5 Jahren des Bärenmarktes zu liefern versucht.

 

Ein weiterer Grund für unsere unermündlichen Bemühungen, trotz des Schuldenaufbaus, gleichwohl weiter zu schürfen, war der Umstand, dass sich zahlreiche Konkurrenten der Mining-Branche mit Vermögenswerten ihrer eigenen Kunden abgesetzt oder diese sonst wie belogen oder betrogen hatten. MyMultiMiner GmbH versuchte mit allen Mittel und einer dahingehenden Kommunikation das Vertrauen ihrer Kunden nicht gänzlich zu verlieren und nicht denselben bemakelten Anstrich zu erhalten wie ihre heute längst vom Markt gefegten Konkurrenten. Es wäre wohl wesentlich schädigender für unsere Kunden gewesen, hätten wir unseren Betrieb einfach geschlossen und ihre Mining-Hardware sich selbst überlassen.

 

Wir können an dieser Stelle zusammenfassend festhalten, dass die Fortführung des Betriebs der MyMultiMiner GmbH nach Einbruch der Kurse im Q1/2 des Jahres 2018 und der dahingehenden Mitteilung am 26. Oktober 2018 von erheblicher Unprofitabilität begleitet war. Wir haben dies zu Genüge kommuniziert und jedem Kunden die Möglichkeit offengelassen, die Vertragsbeziehung zu beenden und die Mining-Hardware anderweitig rentabel einzusetzen. Mit diesen Massnahmen wollten wir uns gerade von Konkurrenten abheben, welche offenkundig keinerlei ernsthaften Interessen daran hatten, ihren Kunden gegenüber echte Mining-Leistungen zu erbringen.

Dass die in diesen zwei Jahren aufgebauten Schulden, nun wieder abgebaut werden müssen, versteht sich grundsätzlich von selbst. Denn bei einer Überschuldung muss eine Gesellschaft Konkurs anmelden und in der Konsequenz liquidiert werden, was für unsere Kunden die zuvor beschriebenen Konsequenzen der Abholung ihrer Mining-Hardware zur Folge gehabt hätte.

 

Mit Blick auf die Zukunft haben wir die Hoffnung, dass das von uns vorgestellte Konzept zur stetigen Erhöhung der Ausschüttungsverhältnisse zugunsten der Kunden, wie im Newsletter vom März 2021 angekündigt, zur Beseitigung Ihrer Bedenken führen wird.